Luftverschmutzung
Eutrophierung ist ein Fachbegriff der Ökologie.
Er bezeichnet allgemein die Anreicherung von Nährstoffen in einem Ökosystem oder einem
Ökosystemteil, z. B. dem Trophiesystem von Gewässern.
Bei Gewässern wird aber unter Eutrophierung meist eine Überschreitung des günstigsten
Nahrungsangebots (der Eutrophie) verstanden, also die unerwünschte Zunahme an Nährstoffen im Wasser.
Damit ist ein nutzloses oder schädliches Pflanzenwachstum verbunden, z. B. das unerwünschte Wuchern
bestimmter Pflanzenarten
(z.B. Algen) und eine daraus folgende Störung des ökologischen Gleichgewichts.
In diesem Sinn bedeutet Eutrophierung eine Überdüngung bzw. Überernährung der Pflanzen und anderer
photosynthetisch aktiver Organismen (Cyanobakterien, Algen), besonders von Wasserpflanzen.
Im engeren Sinne wird unter Eutrophierung die vom Menschen verursachte Erhöhung des Nährstoffangebotes,
besonders von Nitrat und Phosphat, in Gewässern verstanden. Dies erfolgt durch den Zufluss der Nährstoffe
aus Abwässern oder durch den Eintrag aus intensiv gedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen.
Eutrophierung hat eine Erhöhung der Primärproduktion zur Folge, dieser folgt bei starker Eutrophierung
eine hohe Sauerstoffzehrung im Gewässer.
Links zu sehen ist eine Satellitenaufnahme des Kaspischen Meeres von 2003. Im nördlichen Bereich erkennt man das Wuchern von Algen, welche sich durch das übermäßig große Angebot an Nahrung verbreiten konnten. Der Saure Regen ist mit verantwortlich für dieses ökologische Ungleichgewicht.